Als Freiberufler ist es gar nicht so einfach, einen Kredit zu bekommen. Freiberufler werden sehr schlecht in ihrer Bonität eingestuft, da das Einkommen oft nicht regelmäßig ist und in jedem Monat unterschiedlich hoch ausfällt. Entsprechend hoch schätzen die Banken das Risiko eines Zahlungsausfalls ein. Da sich die Banken gegen einen Zahlungsausfall absichern müssen, vergeben viele Banken gar keine Kredite an Freiberufler.
Für den Kredit für Freiberufler gelten andere Regeln als für den Kredit für Arbeitnehmer. Ebenso wie beim Kredit für Arbeitnehmer müssen beim Kredit für Freiberufler verschiedene Sicherheiten nachgewiesen werden. Das Einkommen wird anhand von Kontoauszügen der letzten Monate nachgewiesen. Eine Betriebswirtschaftliche Auswertung ist neben einer Einnahmen- und Überschussrechnung oder einer Gewinn- und Verlustrechnung sowie Einkommenssteuerbescheiden vorzulegen. Zusätzliche Sicherheiten bieten Lebensversicherungen, ein Eigenheim oder Wertgegenstände. Die Prüfung der Bonität, die bei jedem Kredit erfolgt, ist beim Kredit für Freiberufler aufwändiger als beim Kredit für Angestellte. Eine Schufa-Auskunft wird eingeholt. Bei negativem Schufa-Eintrag kann kein Kredit vergeben werden. Der Kredit für Freiberufler kann für berufliche und private Zwecke verwendet werden. Um den Kredit zu beantragen, muss man seiner freiberuflichen Tätigkeit bereits mindestens ein Jahr lang nachgehen. Beim Kredit für Freiberufler handelt es sich zumeist um einen Ratenkredit, denn die Rückzahlung erfolgt in monatlich gleich hohen Raten.
Als Freiberufler gelten Selbstständige, die eine freie Tätigkeit ausüben. Dies können Künstler, Ärzte, Anwälte, Steuerberater, Schriftsteller oder Journalisten sein, um nur einige Beispiele zu nennen. Bei der Beantragung des Kredits besteht kein Unterschied, ob es sich beim Antragsteller um einen Selbstständigen oder einen Freiberufler handelt.
Bei vielen Banken sind die Zinsen für den Kredit für Freiberufler höher als für den Kredit für Angestellte. Die Zinsen sind abhängig von der Bonität. Bei guter Bonität sind die Zinsen besonders günstig. Die Direktbanken bieten günstigere Zinsen als die Hausbanken, da sie sehr kostengünstig arbeiten und keine Filialen betreiben. Eine Bank, die einen Kredit für Freiberufler zu günstigen Konditionen gewährt, findet man über den Kreditvergleich im Internet. Dazu gibt man in die Vergleichsplattform die gewünschte Kreditsumme und die Laufzeit ein. Man erhält einen Überblick über die Höhe der Zinsen, die Höhe der monatlichen Raten und die Gesamtkosten für den Kredit. Hat man sich für eine Bank entschieden, kann man den Antrag auf den Kredit für Freiberufler online stellen. Der Antrag wird bearbeitet, sobald er bei der Bank eingegangen ist. Oft erhält man bereits nach kurzer Zeit eine Antwort. Bei einer Zusage müssen nur noch die Unterlagen zur Prüfung der Bonität an die Bank geschickt werden. Wenige Tage später wird bei entsprechender Bonität der Kredit ausgezahlt.